Selbstständige können mit dem Gewinnfreibetrag ihre Steuerlast um bis zu 45.950 Euro im Jahr senken. Das sind konservative §14-Fonds. Worin diese investieren, wie sie abgeschnitten haben. Rückblick auf das Katastrophenjahr 2022 für Anleger und ein Ausblick auf das Börsenjahr 2023.
Wer clever in Fonds, Wohnbauanleihen und speziellen Einzelanleihen investiert, kann seit 2022 bis zu 45.950 Euro pro Jahr an Steuer sparen, mehr als das doppelt so viel wie vor der Steuerreform.
Gewerbetreibende, Land- und Forstwirte (ohne Pauschalierung) und freie Selbstständige steht laut Einkommenssteuergesetz (EStG) § 10 ein Gewinnfreibetrag zu, quasi das äquivalent für das 13. und 14. Monatsgehalt von Angestellten und Arbeitern. Grundvoraussetzung ist natürlich, dass im jeweiligen Jahr Gewinne erzielt werden. Für Gewinne bis 30.000 Euro stehen Selbstständigen ein Grundfreibetrag vom Gewinn bis zu 4.500 Euro, der nicht versteuert wird, zu. Dafür ist es auch nicht erforderlich, Investitionen zu tätigen.
Bei Gewinnen über 30.000 Euro sind für diesen Teil des Gewinnfreibetrages Investitionen erforderlich und durch Investitionen in begünstigte Wirtschaftsgüter gedeckt werden.
Selbstständige bekommen ab 2022 vom Staat etwas mehr Brot aufs Butter wie sonst. Denn durch die Steuerreform der damals noch türkis-grünen Regierung hat für diese Einkommenssteuerpflichtigen den 2022 wird dieser Betrag aufgestockt. Der Gewinnfreibetrag, den natürliche Personen mit betrieblichen Einkunftsarten in Anspruch nehmen können, wurde von 13 auf 15 Prozent erhöht.
Nach Berechnung der Regierung senkt das die Steuerlast dieser Unternehmen um geschätzte 150 Millionen Euro. Trotz dieser Möglichkeit, dem Staat so etwas von den Steuern wieder abzuzwacken, lassen viele diese Chance ungenutzt verstreichen, statt mit diesem Geld staatlich geförderten Vermögensaufbau zu betreiben.
Was sind begünstigte Wirtschaftsgüter, um damit den Freibetrag nach EStG gelten zu machen und welche nicht? Begünstigte Wirtschaftsgüter für den investitionsbedingten Gewinnfreibetrag sind 1. körperliche, abnutzbare Anlagegüter mit einer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von mindestens vier Jahren. Die Wirtschaftsgüter müssen einem inländischen Betrieb oder einer inländischen Betriebsstätte zuzurechnen sein. 2. Wertpapiere, im Sinne des § 14 Abs 7 Einkommensteuergesetz (EStG), wenn sie ab der Anschaffung mindestens vier Jahre dem Betrieb gewidmet werden und in einem Verzeichnis geführt werden. Scheiden Wirtschaftsgüter, die für den Freibetrag in Anspruch genommen worden sind, vor Ablauf einer Behaltefrist von vier Jahren (Fristenberechnung von Tag zu Tag) aus dem Betriebsvermögen aus, ist der Freibetrag nach zu versteuern. Nicht begünstigt sind unter anderem Wirtschaftsgüter wie Pkw und Kombi, ausgenommen Fahrzeuge für die Fahrschule und Taxis Gebrauchte Wirtschaftsgüter Sofort abgesetzte geringwertige Wirtschaftsgüter
Begünstigte Wirtschaftsgüter für den investitionsbedingten Gewinnfreibetrag sind
Scheiden Wirtschaftsgüter, die für den Freibetrag in Anspruch genommen worden sind, vor Ablauf einer Behaltefrist von vier Jahren (Fristenberechnung von Tag zu Tag) aus dem Betriebsvermögen aus, ist der Freibetrag nach zu versteuern.
Nicht begünstigt sind unter anderem Wirtschaftsgüter wie
Wie hoch ist der Gewinnfreibeträge, gestaffelt nach Höhe des Jahresgewinns Der Gewinnfreibetrag steht mit steigenden Gewinnen staffelweise reduziert zu und beträgt ab dem Jahr 2022 für: Gewinne bis zu 30.000 Euro: 15 Prozent die nächsten 145.000 Euro: 13 Prozent die nächsten 175.000 Euro: 7 Prozent die nächsten 230.000 Euro: 4,5 Prozent Für Gewinne über 580.000 Euro steht kein Gewinnfreibetrag mehr zu. Der maximale Gewinnfreibetrag beträgt nach dieser Staffelung 45.950 Euro.
Der Gewinnfreibetrag steht mit steigenden Gewinnen staffelweise reduziert zu und beträgt ab dem Jahr 2022 für:
Wie wird der Gewinnfreibetrag geltend gemacht?
Wie Selbstständige zu ihrem Gewinnfreibetrag kommen, hängt davon ab, wie viel Gewinn am Ende des Jahres voraussichtlich übrig bleibt. Wer nicht mehr als 30.000 Euro Gewinn pro Jahr erzielt, für den zieht die Finanz automatisch einen Grundfreibetrag ab, sonst muss man diesen bei der Steuererklärung angeben. Wie die Investitionen über der 30.000-Euro-Gewinnschwelle getätigt werden, ist frei wählbar.
Gewinnfreibetrags-Rechner Wer noch nicht recht abschätzen kann, ob er über die Gewinnfreibetrags-Schwelle kommt und wenn ja in welcher Höhe kann das unter anderem mit einem eigenen Gewinnfreibetragsrechner von ARTS Asset Management tun.
Wer noch nicht recht abschätzen kann, ob er über die Gewinnfreibetrags-Schwelle kommt und wenn ja in welcher Höhe kann das unter anderem mit einem eigenen Gewinnfreibetragsrechner von ARTS Asset Management tun.
Diese Richtlinien gelten für Investments nach dem EStG?
Wer nicht oder nicht genug in begünstigtes Anlagevermögen investiert, der kann auch in begünstigte Wertpapiere investieren. Hierfür kommen alle Wertpapiere in Betracht, die laut Paragraph-14 des Einkommenssteuergesetzes (EStG) auch für die Deckung von Personalrückstellungen verwendet werden dürfen.Diese Anlageprodukte müssen laut Gesetz besonders konservative Veranlagungskriterien erfüllen und den Siegel §-14 tragen, sonst streicht die Finanz das Investment gnadenlos wieder heraus, selbst wenn es sich um noch so solide veranlagtes Geld handelt.
Lassen Sie sich auch nicht von Bankberatern täuschen, die behaupten, dieses wäre §-14 konform. Wenn es nicht als solches gekennzeichnet ist, ist es das auch nicht. Sonst wird das Investment bei einer Prüfung herausgestrichen und die Steuerbegünstigung muss zurückgezahlt werden. In diese Kategorie fallen auch Wohnbauanleihen, bestimmte Einzelanleihen und spezielle Anleihenfonds, Mischfonds aus Aktien und Anleihen und Immobilienfonds.
Wertpapiere gemäß EStG sind Wohnbauanleihen Einzelne Anleihen, die die Veranlagungsrichtlinien erfüllen Geldmarktfonds. Gemischte Anleihenfonds. Mischfonds (konservativ, überwiegend Anleihen) Mischfonds (höherer bzw. flexibler Anleihenanteil) Offene Immobilienfonds (reale Immobilien)
Schwierige Suche nach Wertpapiere für den Gewinnfreibetrag
Die Suche nach Wertpapieren, die den Anforderungen des §-14 nach dem Einkommenssteuergesetz (EStG) entsprechen, ist wie die Suche nach der Nadel im Heuhaufen. Denn bis auf wenige Ausnahmen haben Anbieter solcher Produkte diese nicht übersichtlich auf ihren Internetseiten oder Foldern aufgelistet. Selbst Gesellschaften, die mehrere Paragraf-14-Fonds anbieten, haben diese oft nicht auf einen Blick auf deren Homepage übersichtlich zusammengefasst.
trend.at hat sich deshalb auf die Suche gemacht und präsentiert eine Auswahl dieser Fonds, die helfen, den Jahresgewinn vor dem Fiskus zu reduzieren. Insgesamt sind es in Österreich aktuell 234 solcher §-14-Fonds. Wichtig bei Fonds ist es nicht nur auf die Rendite und Chancen/Risiko-Verhältnis zu achten, sondern auch auf die laufenden Kosten. Lesen Sie, welche Investmentschwerpunkte diese Produkte setzen und wie diese in den vergangenen Jahren abgeschnitten haben.
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Wer als Selbstständige einen Teil seines Gewinnes an der Börse investiert, kann damit Steuern sparen.
Der Gewinn beträgt 65.000 Euro. Der Gewinnfreibetrag setzt sich aus dem Grundfreibetrag (13 % von 30.000 Euro) und dem investitionsbedingten Gewinnfreibetrag (13 % von 35.000 Euro) zusammen. Der Grundfreibetrag von 3.900 Euro steht automatisch zu – für diesen Betrag ist keine Investition notwendig. Eine Investition von 4.550 Euro kann getätigt werden. In Summe beträgt der Gewinnfreibetrag in diesem Beispiel 8.450 Euro.
Der Gewinn beträgt 120.000 Euro. Auch hier steht der Grundfreibetrag von 3.900 Euro ohne Investitionserfordernis zu. Der investitionsbedingte Freibetrag beträgt 11.700 Euro (13 % von 90.000 Euro). In Summe beträgt der Gewinnfreibetrag in diesem Beispiel 15.600 Euro (= 13% von 120.000 Euro).
Gewinnfreibetrag: So haben sich die §14 Fonds in einem extrem schwierigen Umfeld geschlagen REAL Invest Europe: Einer der wenigen Fonds im Plus Der Immobilienfonds Real Invest Europa zählt 2022 mit einer Rendite von 6,5 Prozent Plus zu den Shining Stars am Renditehimmel. Der Fonds hat sich in einem Markt in schwierigem Fahrwasser noch gut gehalten. Dieser investiert überwiegend direkt in Immobilien, davon ist das größte Objekt mit einem Anteil von 66 Prozent in Zagreb, eine befindet sich in Pula. Die Übrigen stehen in Wien. Doch bei Immobilieninvestments ist nach dem Anstieg der Zinsen und der damit verbunden kräftigen Teuerung von neuen Hypothekarkrediten und variabel verzinsten Baudarlehen ein kräftiger Rücksetzer bemerkbar. So hat der STOXX Europe 600 Real Estate in den letzten zwölf Monaten schon fast 40 Prozent verloren und es könnte noch viel dicker kommen. 3 Banken Euro Bond-Mix: Der 3 Banken Euro Bond-Mix konzentriert sich auf die Auswahl von Staatsanleihen, davon werden rund 50 Prozent in Papiere mit bester (AAA) und guter (AA) Bonität veranlagt. Die Chancen auf Renditekick bietet der 35-prozentige Anteil spekulativer Anleihen mit BBB-Rating. Die größten Positionen: Anleihen der Oberbank und von Italien und Spanien. Anleger brauchten in den vergangenen zwölf Monaten allerdings gute Nerven. Der Kurs brach um 12,4 Prozent ein, auf zehn Jahre gesehen ist der Fonds jedoch wieder bei der durchschnittlichen jährlichen Performance über Wasser. Aber das schlimmste könnte überstanden sein, in den letzten sechs Monate betrug der Rückgang 1,1 Prozent. Corum Origin: Milliardenschwerer französischer §14-Immofonds mit Top-Mietern Seit dem Vorjahr neu in Österreich ist der französische Immobilienfonds Corum Origin, der auch § 14-fähig ist. Der 2,5 Milliarden-Euro schwere Fonds hat seit seiner Auflage im Jahr 2012 laut Angaben der Gesellschaft eine jährliche Rendite von rund sechs Prozent erzielt. Die Dividende wird monatlich an alle Investoren ausgeschüttet. Der Fonds ist in 143 Immobilien in 13 Ländern der Eurozone investiert. 44 Prozent des Vermögens stecken in Büros, 34 Prozent in Geschäftslokalen und zehn Prozent in Hotels. Zu den Mietern zählen H&M, FedEx, Heineken, Bridgestone und Carrefour. "Die Qualität der Mieter ist uns besonders wichtig", Frederic Puzin, CEO von Corum Origin. Die durchschnittliche Dauer der Mietverträge beträgt 6,3 Jahre. Die Rendite, diese wurde zuletzt für das Jahr 2021 ausgewiesen, betrug7,3 Prozent. Weitere Informationen zu dem Fonds finden Sie unter corum-investment.at Ein Blick auf die aktuelle Performance und die Portfolio-Zusammensetzung finden sich auf der Homepage. Wertpapierkennnummer gibt es keine. "Die Summe der jährlichen Investments ist limitiert, da stets nur eine bestimmte Anzahl lohnender Objekte zur Auswahl stehen", begründet Puzin diese Entscheidung. AllianceBernstein American Income - 16-Milliarden Dollar schwerer und erfolgreicher US-Anleihenfonds Der flexible US-Anleihenfonds AB American Income Portfolio, er notiert in Dollar, ist in den vergangenen Jahren häufig um einen Tick besser gewesen als der Index und auch im Schnitt seiner Kategorie. Der 16-Milliarden-Dollar schwere Fonds geht dafür nicht einmal so viel Risiko ein. Fast 40 Prozent der Anleihen im Depot bestehen aus Anleihen bester Bonität. Rund 30 Prozent sind mit AAA geratet, 17 Prozent werden in risikoreicher Papiere der Bonitätsnoten BBB investiert. Mit dieser Strategie gelang dem Fonds, die Verluste per November 2022 mit Minus 4,9 Prozent zu begrenzen und schafft es damit sowohl die durchschnittliche Entwicklung in der Kategorie Anleihen flexibel als auch die Kategorie zu deutlich zu schlagen.
Der Immobilienfonds Real Invest Europa zählt 2022 mit einer Rendite von 6,5 Prozent Plus zu den Shining Stars am Renditehimmel. Der Fonds hat sich in einem Markt in schwierigem Fahrwasser noch gut gehalten. Dieser investiert überwiegend direkt in Immobilien, davon ist das größte Objekt mit einem Anteil von 66 Prozent in Zagreb, eine befindet sich in Pula. Die Übrigen stehen in Wien. Doch bei Immobilieninvestments ist nach dem Anstieg der Zinsen und der damit verbunden kräftigen Teuerung von neuen Hypothekarkrediten und variabel verzinsten Baudarlehen ein kräftiger Rücksetzer bemerkbar. So hat der STOXX Europe 600 Real Estate in den letzten zwölf Monaten schon fast 40 Prozent verloren und es könnte noch viel dicker kommen.
Der 3 Banken Euro Bond-Mix konzentriert sich auf die Auswahl von Staatsanleihen, davon werden rund 50 Prozent in Papiere mit bester (AAA) und guter (AA) Bonität veranlagt. Die Chancen auf Renditekick bietet der 35-prozentige Anteil spekulativer Anleihen mit BBB-Rating. Die größten Positionen: Anleihen der Oberbank und von Italien und Spanien. Anleger brauchten in den vergangenen zwölf Monaten allerdings gute Nerven. Der Kurs brach um 12,4 Prozent ein, auf zehn Jahre gesehen ist der Fonds jedoch wieder bei der durchschnittlichen jährlichen Performance über Wasser. Aber das schlimmste könnte überstanden sein, in den letzten sechs Monate betrug der Rückgang 1,1 Prozent.
Seit dem Vorjahr neu in Österreich ist der französische Immobilienfonds Corum Origin, der auch § 14-fähig ist. Der 2,5 Milliarden-Euro schwere Fonds hat seit seiner Auflage im Jahr 2012 laut Angaben der Gesellschaft eine jährliche Rendite von rund sechs Prozent erzielt. Die Dividende wird monatlich an alle Investoren ausgeschüttet. Der Fonds ist in 143 Immobilien in 13 Ländern der Eurozone investiert. 44 Prozent des Vermögens stecken in Büros, 34 Prozent in Geschäftslokalen und zehn Prozent in Hotels. Zu den Mietern zählen H&M, FedEx, Heineken, Bridgestone und Carrefour.
"Die Qualität der Mieter ist uns besonders wichtig", Frederic Puzin, CEO von Corum Origin. Die durchschnittliche Dauer der Mietverträge beträgt 6,3 Jahre. Die Rendite, diese wurde zuletzt für das Jahr 2021 ausgewiesen, betrug7,3 Prozent. Weitere Informationen zu dem Fonds finden Sie unter corum-investment.at Ein Blick auf die aktuelle Performance und die Portfolio-Zusammensetzung finden sich auf der Homepage. Wertpapierkennnummer gibt es keine. "Die Summe der jährlichen Investments ist limitiert, da stets nur eine bestimmte Anzahl lohnender Objekte zur Auswahl stehen", begründet Puzin diese Entscheidung.
Der flexible US-Anleihenfonds AB American Income Portfolio, er notiert in Dollar, ist in den vergangenen Jahren häufig um einen Tick besser gewesen als der Index und auch im Schnitt seiner Kategorie. Der 16-Milliarden-Dollar schwere Fonds geht dafür nicht einmal so viel Risiko ein. Fast 40 Prozent der Anleihen im Depot bestehen aus Anleihen bester Bonität. Rund 30 Prozent sind mit AAA geratet, 17 Prozent werden in risikoreicher Papiere der Bonitätsnoten BBB investiert. Mit dieser Strategie gelang dem Fonds, die Verluste per November 2022 mit Minus 4,9 Prozent zu begrenzen und schafft es damit sowohl die durchschnittliche Entwicklung in der Kategorie Anleihen flexibel als auch die Kategorie zu deutlich zu schlagen.
Anleihen und Aktien: Rückblick und Ausblick Der Blick auf das Jahr 2023 macht aus Sicht von Börsianern skeptisch, bietet aber auch Anlass zur Hoffnung. © iStock Anleihen: Ein Blick zurück mit Schaudern
Der Blick auf das Jahr 2023 macht aus Sicht von Börsianern skeptisch, bietet aber auch Anlass zur Hoffnung.
Es war ein verlustreiches Jahr für Anleger, die einen soliden Hafen suchen. Aktienindizes wie der breite US-Aktienindex S&P 500 haben seit Jahresbeginn 20 Prozent ihres Wertes eingebüßt. Und dann auch noch die konservativen Anleihen getroffen. Der Anstieg der Renditen bei zehnjährigen US-Staatsanleihen im laufenden Jahr von 1,6 auf 4,1 Prozent beispielsweise hat zu empfindlich negativen Gesamtrenditen geführt (-17 %). So hat die US-Notenbank Fed Anfang November 2022 die Zinsen um weitere 0,75 Prozentpunkte auf 3,75 bis 4,00 Prozent erhöht. Das dürfte noch nicht das Ende der Zinserhöhungen sein. Allerdings könnten die nächsten Zinsschritte etwas kleiner ausfallen.
Das Anleihensegement hat es damit 2022 mindestens sogar noch heftig durchgeschüttelt wie Aktien. Der Vanguard Long-Term Treasury ETF hat bisher über 30 Prozent seines Werts verloren. Selbst kurzfristige Staatspapiere, die sonst als Fels in der Brandung gelten, notieren deutlich im Minus. Niedrigere Zinserwartungen bedeuten niedrigere Renditen für Staatspapiere. Papiere, die weniger bringen werden aus dem Depot geworfen, jene mit den neuen höheren Renditen gekauft.
Doch es gibt Hoffnung und bereits wieder Anleihensegmente in denen sich schon wieder Geld verdienen lässt. "Amerikanische Staatsanleihen erzielen bereits wieder gute Renditen", so Alexander Eberan, Leiter des Private Banking der Steiermärkischen Sparkasse in Wien. Am Ende der Zinssteigerung werden Anleihen in einem Portfolio neben seiner Stabilisierungsfunktion auch wieder ein guter Ertragsbringer sein. "Der negative Trend bei Anleihen dürfte sich umkehren. Wir erwarten deutliche Kursgewinne", so Christoph Schmidt, Fondsmanager der deutschen Fondsgesellschaft DWS. Jupiter Asset Manager schreibt in seinem Ausblick für 2023 gar: "Das Jahr bietet eine einmalige Chance für Anleihenanleger." Begründet wird es damit das Wachstum und Inflation inzwischen nachlassen.
Gelbe Linie Unternehmensanleihen, blaue Linie: Staatsanleihen.
Christoph Schmidt, Leiter des Total-Return-Teams der Fondsgesellschaft DWS
Zu den Favoriten für 2023 zählen damit auch Unternehmensanleihen. So gelten nach Einschätzung der DWS Euro-Unternehmensanleihen nach dem Ausverkauf im ersten Halbjahr als aussichtsreich. "Fünf Prozent Rendite bei einer Laufzeit von etwa fünf Jahren für Unternehmensanleihen mit einer ordentlichen Qualität - das macht Anleihen nach langer Zeit wieder zu einer wirklichen Alternative zu Aktien“, sagt Christoph Schmidt, Leiter des Total-Return-Teams der deutschen Fondsgesellschaft DWS.
Auf Sicht von zwölf Monaten sieht die Gesellschaft auch Chancen sowohl für Anleihen mit guter Bonität als auch für Hochzinsanleihen. "Sollten, wie von uns erwartet, die Inflationsraten im kommenden Jahr sinken und eine scharfe Rezession ausbleiben, dürften die Risikoprämien in vielen Märkten moderat zurückgehen“, so Oliver Eichmann, Head of Rates Fixed Income EMEA bei der DWS. Zinspapiere aus Schwellenländern liegen 2022 auf der ohnehin schon tiefroten Anleihen-Rangliste auf dem letzten Platz. Doch Besserung ist auch da in Sicht: Das Zinsniveau dürfte eher etwas zurückgehen und die Kurse entsprechend steigen.
Auch Aktien könnten, wenn sich die Inflation beruhigt, wieder bessere Zeiten vor sich haben. So entwickelten sich Aktien in Phasen fallender Inflationsraten in der Vergangenheit sehr gut. „Am Ende dieser Inflationswelle werden Aktie wieder auch nach Abzug der Inflationsrate eine positive Verzinsung, erzielen", prognostiziert Alexander Eberan, Leiter des Private Banking der Steiermärkischen Sparkasse in Wien und empfiehlt in den nächsten Monaten Aktien in der Gewichtung schrittweise auszubauen. Wer in Fonds investiert, wollte in solche Produkte investieren, die beispielsweise in großkapitalisierte Aktien im Gesundheitssektor und Technologiewerte mit solider Bilanz ihr Geld veranlagen.
Seit Jahren bewährte Mischfonds nach §14 EStG RT Optimum § 14 Fonds: Bester Fonds 2022 auf 5-Jahressicht
Der Dachfonds RT Optimum §14 investiert in Aktien und ausgewählte Anleihenfonds. Der Aktienanteil liegt bei 40 Prozent liegt. Bei Anleihen werden Hochzinspapiere mit europäischen Staatsanleihen kombiniert, um ein ausgewogenes Risiko-Ertrags-Profil zu erreichen. Christian Süttinger, von der Erste Asset Management, der den Fonds managt, hat durch geschickte Umschichtungen in diesem dynamischen Umfeld und einem Schwerpunkt auf Geldmarktfonds 2022 mit einem Ertrag von im Schnitt 0,88 Prozent per anno (Stichtag 30.9.2022) die beste Performance in seinem Segment erzielt. Da Minus von 12,6 Prozent auf Einjahressicht trotzdem schmerzlich ist. Jährliche Verwaltungsgebühr beträgt 0,72 Prozent.
Der Mischfonds C-QUADRAT ARTS Total Return Vorsorge §14 EStG (ISIN: AT0000A02PE1) ist ein globaler, ausgewogener Mischfonds, der mit einem Minus von 10,3 Prozent in den letzten zwölf Monaten längst nicht ganz so heftig erwischt hat wie man anderen Fonds, der Aktien und Anleihen mischt. Das nüchterne Auswahlverfahren der Subfonds - diese werden computergesteuert von einem Trendfolgefonds ausgewählt - hat sich bezahlt gemacht. Bei der Selektion der Subtitel orientiert sich der Fonds an keiner Benchmark. Gekauft wird was über einen längeren Beobachtungszeitraum gut läuft, dasselbe Prinzip gilt bei sinkenden Kursen. Kommt es allerdings zu abrupten, heftigen Kurseinbrüchen, hat der Fonds mitunter das Nachsehen. Die Aktienquote beträgt maximal 70 Prozent. In negativen Börsenphasen kann die Aktienquote auf null Prozent reduziert werden.
ARTS-Asset-Management-Chef Leo Willert hat in diesem Bärenmarkt auch auf Basis der Trendfolgesignale auch umgesetzt hat und zwischenzeitlich die Aktienquote auf null gesenkt hat. Im November 2022 lag der Aktienanteil der Subfonds bereits wieder bei rund 30 Prozent, Anleihen sind mit über 50 Prozent am stärksten gewichtet, fast 20 Prozent hält der Fonds Cash und Geldmarktfonds. Das Trendfolgemodell hat derzeit Finanzunternehmen, Frankreich, Weltaktien, Gesundheit und Ölkonzern als die größten Aktienpositionen in Form von Fonds und ETFs als die mittelfristig stärksten Investmenttrends erkannt und wurden deshalb von Willert ins Depot genommen. Die jährlichen Kosten belaufen sich auf 2,16 Prozent.
Der Schoellerbank Global Pension Fonds (ISIN: AT0000820550), zählt seit Jahr zu den besten ausgewogenen Mischfonds. Trotz einesMinus von 7,2 Prozent hat der Fonds auch im vergangenen Jahr besser als der Durchschnitt der meisten anderen seiner Kategorie abgeschnitten. Der Fonds verfolgt einen Multi-Manager-Ansatz. Das bedeutet, es werden Fonds mit unterschiedlichen Investmentstilen kombiniert. Rund 50 Prozent des Vermögens werden in andere Investmentfonds veranlagt, die ihrerseits vor allem in Euro-Anleihen hoher Bonität investieren. Der Rest des Vermögens wird in internationale Aktienfonds investiert, ohne Restriktionen nach Ländern und Branchen.
Große Fondsanteile hält der Schoeller Global Pension Fonds im November 2022 in Subfonds wie dem UniValue Global, dem Invesco Euro Equity, IQAM SRI Spar Trust M, JP Morgan Global Select Equity und dem Erste Bank Mündelrent. Laufende Kosten: 1,47 Prozent. Mindestveranlagung: 2.500 Euro. Die Einschätzungen über die Entwicklung an den Börsen der Bank dürfte generell nicht schlecht sein, wurde die Investmentgesellschaft doch in den vergangenen Jahren beim Elite Report, dem größten Bankentest im deutschsprachigen Raum, wiederholt auszeichnet.
Den KMU Starmix Ausgewogen (ISIN: AT0000A056H9) der Kepler KAG hat es im vergangenen Jahr wie viele andere Anleihenfonds ebenfalls kräftig erwischt. Der Verlust beträgt 13,7 Prozent. Der 4-Sterne-Fonds liegt beim 5-Jahrescheck mit einer jährlichen Durchschnittsrendite von 0,3 Prozent gerade noch im Plus. Die Anleihen- und Anleihenfonds-Anteile dürfen bis zu 60 Prozent steigen, der Anteil von Aktien- und Aktienfonds auf bis zu 40 Prozent. Der Anleihenanteil lag im November 2022 bei knapp 60 Prozent. Der Aktienanteil wurde auf 40 Prozent kräftig hinaufgefahren. Fast 30 Prozent des Portfolios entfallen auf Staatsanleihen und besicherte Anleihen, 36 Prozent auf europäische Industrieländer, Anleihen aus Schwellenländern und risikoreichere Unternehmensanleihen werden beigemischt. Die jährliche Managementgebühr beträgt moderate 0,75 Prozent.
Der Mischfonds Raiffeisen-§14-ESG-Mix (ISIN: AT0000726914) konnte im Schnitt die Durchschnitt die Konkurrenzprodukte seit 2018 hinter sich lassen. In den vergangenen zwölf Monaten gingen sich trotzdem nur ein Minus von 13,8 Prozentaus. Der Anteil von Anleihen in entwickelten Ländern liegt bei 40 Prozent, Unternehmensanleihen sind zu 13 Prozent gewichtet. Der Subfondsanteil in Aktien wurde gegenüber dem Vorjahr-November von 17 Prozent auf 23 Prozent erhöht. Wie in den Jahren davor setzt der Fonds schwergewichtig auf Europa. Derzeit liegt der Anteil bei 77 Prozent. Asien wird zu fünf Prozent beigemischt. Die vielen Raiffeisenfonds der vergangenen Jahre unter den größten Positionen im Depot sind verschwunden. Nun dominieren Anleihen aus Deutschland und anderen europäischen Ländern die größten Titel im Portfolio. Bei Aktien wird auf US-Titel wie Apple und Microsoft gesetzt. Die Kosten für den Raiffeisen-§14-ESGMix belaufen sich auf 1,26 Prozent des veranlagten Geldes pro Jahr.
In den vergangenen Jahren immer wieder zu den Spitzenfonds unter den §14-Fonds zählt der Kepler Vorsorge Mixfonds (ISIN: AT0000722640). Doch 2022 hat es ihn überdurchschnittlich stark getroffen. Der ausgewogene Mischfonds, der auf Value und Blue Chips setzt, hat zwar in den vergangenen zwölf Monaten ein Minus von 14,6 Prozent eingefahren, und damit schlechter abgeschnitten als die Kategorie und verglichen mit dem Index laut dem Finanzdatenspezialisten Morningstar. Die Aktienquote liegt mit 35 Prozent fast gleich hoch wie in den beiden Jahren davor. 60 Prozent des Depots besteht aus Anleihen. Die Mischung der Top-10-Holdings ist ungewöhnlich: Die größte Position ist Apple, dann folgen Staatsanleihen aus Italien und Österreich. Die Mischung Apple und ein paar Staatsanleihen aus Euroland gab es auch schon im Vorjahr. Vielleicht führt sie 2023 zum Erfolg. Die jährlichen Spesen bei diesen Fonds betragen 1,15 Prozent.
Nicht mehr unter den Top-Ten der §14-Fonds ist auch der weltweit veranlagte Mischfonds Allianz Invest ESG Klassisch (ISIN: AT0000809256). Die Einjahres-Performance ist gegenüber November 2021 auf minus 19,5 Prozent abgestürzt. Der Dachfonds setzt sowohl auf wachstumsstarke Titel, als auch auf konservativ wachsende Valuepapiere. Die Anleihen sind im Schnitt mittlerer Bontität. Zu den Top-Sektoren zählen Techwerte und Finanzdienstleister, Gesundheitswerte. Erholt sich die Konjunktur ist der Fonds mit seinem hohen Techanteil von 20 Prozent gerüstet. Ein stark gewichteter ETF auf kurzlaufende Staatsanleihen könnte schon vorher profitieren. Derzeit ist das Verhältnis von Aktien und Anleihen bei 45 zu 45. Fast die Hälfte des Vermögens fließt in US-Werte, je ein Viertel in die Eurozone und Asien. Das war auch 2021 schon so. Die Spesen pro Jahr betragen 1,65 Prozent.
Den erfolgsverwöhnten Dachfonds Managed Profit Plus (ISIN: AT0000A06VB6) der Grazer Security KG hat es in den vergangenen zwölf Monaten (Stichtag 1. August 2022) ebenfalls seit Fett abbekommen und liegt sowohl schlechter als der Index als auch als die Anlagekategorie im Schnitt. Der globale Mischfonds schaffte von November 2020 auf Jahressicht noch eine Rendite von Minus 20,5 Prozent. Aktien und Firmenanleihen dürfen nicht mehr als 70 Prozent des Fondsvermögens ausmachen. Industrie- und Grundstoffe sind aktuell übergewichtet. Generell liegt der Schwerpunkt auf Papieren mittelgroßer wachstumsstarker Unternehmen. Das Depot hat sich seither kräftig gedreht. Zuerst wurde der Anleihenanteil wurde von 70 auf 22 Prozent heruntergefahren, der Aktienanteil von 23 auf 34 Prozent erhöht. Nun liegt der Aktienanteil bei 46 Prozent, der von Anleihen bei 34 Prozent. Die Barmittel bei fast 16 Prozent. Die größten Länderwetten: USA, Großbritannien und Tschechien. Topholdings wie in den vergangenen zwei Jahren CentralNic. Telekomm- und IT-Branche ist mit 20 Prozent das größte Branchengewicht, gefolgt von Finanzen. Die laufenden Kosten für den Fonds wurden leicht gesenkt und betragen 1,95 Prozent.
Nach dem heftigen Absturz bei Anleihen wittern Fondsmanager wieder Morgenluft. Anfang November hat die US-Notenbank Fed die Zinsen um weitere 0,75 Prozentpunkte auf 3,75 bis 4,00 Prozent erhöht. Das dürfte noch nicht das Ende der Zinserhöhungen sein. Allerdings könnten die nächsten Zinsschritte etwas kleiner ausfallen. „Fünf Prozent Rendite bei einer Laufzeit von etwa fünf Jahren für Unternehmensanleihen mit einer ordentlichen Qualität. Das macht Anleihen nach langer Zeit wieder zu einer wirklichen Alternative zu Aktien“, sagt Christoph Schmidt, Leiter des Total-Return-Teams der deutschen Fondsgesellschaft DWS.
Anleihenfonds, die eine vergleichsweise gute Performance liefern, muss man angesichts des Endes der Niedrigzinsphase und steigender Inflation, mit der Lupe suchen. Selbst wenn sie einen Wertzuwachs erzielen, bleibt nach Teuerungsrate und KEST-Abzug in den meisten Fällen nicht viel oder gar nichts übrig. Aber ein paar wenige Fonds, in die es zu investieren lohnt, gibt es auch für jene, die damit ihre Steuerlast senken wollen. Anleihenfonds, die sich in diesem Umfeld gut schlagen, sollte Papiere mit kurzer Laufzeit enthalten und/oder sogenannte Floater.
Anleger, die sich vor weiter steigenden Zinsen und zu erwartenden Verlusten bei festverzinslichen Anleihen schützen, können das unter anderem mit Floatern tun. Diese profitieren von steigenden Geldmarktzinsen und stellen für sicherheitsorientierte Investoren eine gute Alternative im aktuellen Geschehen dar. Im Gegensatz zu festverzinslichen Anleihen wird der Kupon bei Floatern bei Emission nicht bis zur Endfälligkeit fixiert, sondern hängt von einem Referenzzins (in der Regel 3-Monats-EURIBOR) plus einem Risikoaufschlag ab. Der Kupon wird regelmäßig beispielsweise alle drei Monate´ an das aktuelle Zinsniveau auf dem Geldmarkt angepasst. Dies führt dazu, dass Floater ein niedriges Zinsänderungsrisiko (Duration) aufweisen, das zwischen dem letzten und dem nächsten Anpassungstermin des Kupons liegt, wohingegen das Zinsänderungsrisiko von festverzinslichen Anleihen auf deren Endfälligkeit berechnet wird.
Der Schoellerbank Kurzinvest, zählt zu den Profiteuren der Zinswende. Der Fonds investiert großteils in variabel verzinste Anleihen mit besonders kurzer Laufzeit und sollte künftig von Zinserhöhungen der Notenbank antizipieren. Schoellerbank-Fondsmanager Daniel Schwaninger: "Neben Zinsänderungsrisiken sollten Investor auch die Bonitätsrisiken nicht unterschätzen und alternativ auf eine breit diversifizierte Fondslösung zurückgreifen, wie sie der Fonds bietet." Der Kurzinvest verlor in den letzten zwölf Monaten 0,5 Prozent. Gute Chancen auf höhere Rendite bietet unter anderem der hohe Anteil von Unternehmensanleihen (50 Prozent) und Staatsanleihen (14 Prozent).
Das Marktumfeld hat auch dem Schoellerbank-§14-Fonds, dem Schoellerbank Vorsorgefonds zugesetzt. Verbriefte Papier machen die Hälfte aller Investitionen aus, gefolgt von Staatsanleihen (25 Prozent) und Firmenanleihen (14 Prozent). AAA und AA 35 Prozent), also Titel mit hoher Bonität, machen 40 Prozent des Depots aus. Die Stoßrichtung ist klar definiert: Ins Depot kommen nur erstklassige Euro-Anleihen österreichischer Provenienz. Bei einem Fonds wie diesem sind zwar Zahlungsausfällen de facto ausgeschlossen, aber selbst vor Kursverlusten schützt diese Strategie in diesem Umfeld nicht. Aber das Blatt könnte sich Das Minus auf 1-Jahressicht beträgt 8,8 Prozent.
Mit lukrativen Investments direkt in einzelne Immobilien, vor allem in Hauptstädten, lässt sich derzeit mit solcherart fokussierten Immobilienfonds gut verdienen.
Wer keine schlaflosen Nächte wegen der Performance seiner Fonds haben möchte, konnte in den vergangenen Jahren und auch 2022 mit stockkonservative Immofonds, die direkt in Einzelimmobilien veranlagen, schlafen wie ein Murmeltier. Kein Ausreißer nach unten hat strapaziert die Nerven, wenn man auch keine großen Sprünge erwarten darf. Auf der anderen Seite sind Anleger mit im Schnitt zwei, drei Prozent Rendite pro Jahr heutzutage oft um Hausecken besser dran als mit einem Sparbuch.
Der Real Invest Austria der Bank Austria (ISIN: AT0000634357) zählt zu den konservativen Perlen in der Welt der Immobilienfonds, die direkt in Einzelobjekte investieren. Innerhalb der vergangenen zwölf Monate verbuchte der Fonds einen Zuwachs von 2,3 Prozent. In zehn Jahren machten Anleger damit insgesamt einen Ertrag von 30,2 Prozent. Investiert wird in österreichische Infrastruktur. Langfristige Mietverträge, unter anderem in Objekte in Wien und in den Landeshauptstädten in ersten Lagen bilden ein stabiles Fundament für die Rendite. Investiert wird in Wohnungen, Büros, Schulen, Kindergärten, Studentenheime und Einkaufszentren mit hohem Nachhaltigkeitsniveau, deren Objekte an bonitätsstarke Mieter vergeben werden.
Wie der Real Invest zieht auch der Chart der Erste Immobilienfonds (ISIN: AT0000A08SH5) fast schnurgerade nach oben. Auch er zählt mit einer Rendite von 2,8 Prozent zu den besten in seinem Segment. In drei Jahren warf der Fonds 7,7 Prozent ab. Das mag zum Teil auch daran liegen, dass der Fonds mit 0,85 Prozent jährliche Spesen verglichen mit Misch- oder Aktienfonds recht günstig ist. Der Immobilienfonds investiert 75 Prozent seines Vermögens in Wohnungen und Häuser in Ballungszentren. Zu knapp einem knappen Drittel ist der Fonds in Büroimmobilien veranlagt, Geschäftslokale dienen als Beimischung. In Österreichs sind 75 Prozent des Geldes investiert, 25 Prozent in Deutschland. Zu den am stärksten gewichteten Objekten zählen eine in Hamburg, gefolgt von vier in Wien, am Laaer-Berg oder etwa auf der Mariahilfer Straße.
Gut unterwegs ist auch der LLB SemperReal Estate(ISIN: AT0000615158) mit einem Ertrag von 2,5 Prozent. Auch hier gilt: Auch wenn die Rendite minimal erscheint, mit den Jahren läppern sich auch kleine, aber stete Renditezuwächse. Auf Sicht von fünf Jahren waren das bei diesem Fonds 10,4 Prozent. Das schafft so mancher Mischfonds nicht. Wenn auch dieser Fonds gerade in der Krise nicht ohne Risiko ist. Veranlagt werden nämlich vor allem in gewerblich genutzte Immobilien und da mit Schwerpunkt Einzelhandelsimmobilien, gefolgt von Bürohäusern, Hotelimmobilien und Logistikobjekten. Laufende Kosten: 0,96 Prozent.
Die IFA, das Investmentportal der Soravia Gruppe, hat eine nicht nachrangige IFA AG Nachhaltigkeitsanleihe (ISIN: AT0000A2ZXK4)mit einer Rendite von 3,75 Prozent. Das Mindestinvestitionsvolumen beträgt 10.000 Euro, die Laufzeit vier Jahre und vier Monate. Die Rückzahlung der Anleihe erfolgt am 28.02.2027 zum Nennbetrag, sofern nicht zuvor vorzeitig gekündigt, zurückgezahlt, oder angekauft und entwertet wurde. Das Unternehmen legt generell meist im Herbst eine Anleihe, die für den Gewinnfreibetrag einsetzbar ist, auf. Am besten man schaut immer wieder einmal auf die IFA-Homepage, wo in der Vergangenheit immer wieder Anleihen nach §14 ausgegeben wurden.
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